Modelllernen als schreibdidaktisches Konzept

Am Modell lernen, als Modell lernen. Ein schreibdidaktisches Konzept für den wissenschaftspropädeutischen Fachunterricht (AaMoL)

Das AaMoL-Projekt (gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der 6. Ausschreibung des Programms Sparkling Science) widmet sich dem Modelllernen als schreibdidaktischem Konzept und untersucht sein Potenzial für den wissenschaftspropädeutischen Fachunterricht. Das DiZeTIK ist wissenschaftlicher Projektpartner in dem am Fachbereich für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (Institut für Germanistik) der Universität Wien verankerten Projekt. Inhalt der Kooperation zwischen dem Fachbereich DaF/DaZ und dem DiZeTIK ist die Entwicklung von evidenzbasierten Fortbildungskonzepten und die Zusammenarbeit im Bereich der anwendungsorientierten Dissemination der Forschungsergebnisse.

Die Teilstudie Lernen als Modell geht der Frage nach, welche Denkprozesse die Tatsache, selbst Schreibaufgaben zu lösen und dieses eigene Schreibhandeln für Schülerinnen und Schüler zu modellieren, bei Lehrpersonen auslöst und wie das Modelllernen zur Erweiterung ihrer wissenschaftspropädeutischen Lehrkompetenz beitragen kann.

In der Teilstudie Lernen am Modell erforschen Schülerinnen und Schüler den Textproduktionsprozess ihrer Lehrerinnen, indem sie diesen beobachten und in einem retrospektiven Interview ihren Lehrerinnen auch Fragen zum Beobachteten stellen. Ihre Erkenntnisse halten sie in einem Forschungsbericht fest und ermöglichen den Forscherinnen und Forschern dadurch Einblicke in die emische Perspektive auf das Lernen. Durch diese Forschungstätigkeit sowie durch weitere im Projektverlauf geplante Aktivitäten erleben die Schülerinnen und Schüler zentrale Phasen eines Forschungsprozesses, lernen Textsorten sowie kommunikative Praktiken des Wissenschaftsbetriebs kennen und profitieren damit nicht nur unmittelbar für das Verfassen der VWA/Diplomarbeit von dem Projekt, sondern erwerben auch Schlüsselkompetenzen für einen erfolgreichen Übergang vom sekundären zum tertiären Bildungsweg.

Durch die Partnerschulen ist das Projekt einerseits in einem allgemein deutschdidaktischen Kontext, andererseits im Kontext von Deutsch als Fremdsprache verortet.

Projektdauer: 04/2018 – 11/2019

Projektleitung am Fachbereich für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache des Instituts für Germanistik, Universität Wien

Partnerschulen im Projekt:

Österreichische Schule Budapest (Lehrerin im Projekt: Silvia Flotzinger-Aigner)

Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus (Lehrerin im Projekt: Brigitte Schatzl)

Weitere Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft:

DaFWEBKON

 

http://www.univie.ac.at/aamol

Kontakt: Sandra Reitbrecht